Frohe Weihnachten

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. 

Bitte beachten Sie, dass das Büro der Pferdeland Niedersachsen GmbH vom 24.12.2020 bis zum 10.01.2021 geschlossen ist.

Stellungnahme zur ZDF Doku 37° - "Der mit dem Wolf lebt"

21.12.2020

Am 15. Dezember strahlte das ZDF in seiner Reihe 37° die Dokumentation "Der mit dem Wolf lebt" aus. Eine Dokumentation über den ehemaligen Anwalt und Wolfsaktivisten Christian Berge, der als Aussteiger mit seinen Wolfshunden im Wald lebt. Eine Dokumentation, die  eine sehr verzerrte und damit gefährliche Sicht auf freilebende Wölfe gibt. Die Pferdeland Niedersachsen GmbH, die Weidetierhalter Deutschland, das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement und die Deutsche Reiterliche Vereinigung haben deshalb gemeinsam eine Stellungnahme zur Dokumentation an den Sender geschickt. 

 

Stellungnahme zum Bericht 37° des ZDF am 15.12.2020

Sehr geehrte Redaktion Ihres Formates 37°,

folgende Stellungnahme möchten wir hiermit zu Ihrem Bericht abgeben:

Am 15.12.2020 um 22:15 Uhr strahlte das ZDF, als öffentlich rechtlicher Sender, einen Bericht über das Leben des ehemaligen und nicht unumstrittenen Anwalts und Aussteigers Christian Berge aus. Berge hat das bürgerliche Leben als Anwalt gegen ein Leben im Wald eingetauscht und lebt dort mit einem Rudel Wolfshunden zusammen. Sein vorderster Lebensinhalt scheint dabei der Schutz von freilebenden Wölfen zu sein.

Dieses befeuert er nahezu täglich über seinen Social-Media Kanal und diffamiert darin alle Weidetierhalter. Was der Bericht dazu leider nicht erläutert, ist die wirklich gefährliche und existenziell belastende Situation, die inzwischen durch die Wiederansiedelung des Wolfes in Niedersachsen für alle Weidetierhalter entstanden ist. Hieß es am Anfang noch, der Wolf wird sich als Beute nur kleinere Wildtiere suchen, so stehen inzwischen auch ausgewachsene Großpferde auf seinem Speiseplan.

Nach letzten Zählungen des Wolfsmonitoring Niedersachsen leben hier inzwischen 400 freilebende Wölfe. Pro Jahr wächst ihr Bestand um ca. 25 %. Allein in den Jahren 2019/2020 kamen 1085 Tiere durch den Wolf zu Tode. Die Zahl ist rückblickend von 2018 bis 2020 um 65% angewachsen. Dies ist eine besorgniserregende Entwicklung.

Auch die Maßnahmen, die die Weidetierhalter gezwungen sind, zum Schutz ihrer Tiere durchzuführen, sind eher keine Lösung. Die sogenannten „wolfsabweisenden“ Zäune sind teuer, in der Unterhaltspflege hoch aufwendig, teilweise auch aus baurechtlichen oder naturschutzrechtlichen Gründen nicht erlaubt und außerdem für die Biodiversität der Natur nicht unumstritten. Ganz zu schweigen davon, dass der Wolf inzwischen regelmäßig die geforderten „wolfsabweisenden“ Umzäunungen überwindet. Die geschädigten Tierhalter können zwar vom Land sogenannte Präventivförderung für eine Erstausstattung (keine Folgekosten) beim Zaunbau oder Entschädigungszahlungen bei Wolfsrissen erhalten. Allerdings sind die Anträge dafür immens umfangreich, die Beweislast liegt einzig beim Geschädigten, was die Durchsetzung dieser Leistungen in vielen Fällen aussichtslos macht oder schlichtweg nicht annähernd die Höhe des Verlustes deckt.

Einige Weidetierhalter haben inzwischen die Weidetierhaltung aus finanziellen, aber auch emotional stark belastenden Gründen aufgegeben. Aber Weidetiere sind notwendig für die gesunde Erhaltung von Weideflächen. Besonders bedenklich ist diese Entwicklung in der Schafzucht. Ohne Schafe z. B. kein Deichschutz.

Alles dies sind große Probleme auf die wir immer wieder aufmerksam machen. Der allgemeinen Öffentlichkeit, die vielleicht nicht so landnah lebt, wie die Weidetierhalter, wird aber immer noch vorgegaukelt, dass der Wolf eine vom Aussterben bedrohte Art ist. Dies ist hier in Niedersachsen definitiv nicht mehr der Fall. Im Gegenteil, dadurch, dass er keine natürlichen Feinde hat, kann er sich frei entwickeln und fortpflanzen. Was die Zahlen im Wolfsmonitoring auch eindrucksvoll belegen.

Offensichtlich wird auch nicht gesehen, dass der Wolf ein gefährliches Raubtier ist, mit einem ausgeprägten Jagdverhalten. Ein Verhalten, das nicht nur zu seiner Ernährung, sondern auch der Ausbildung von Jungwölfen oder dem Spieltrieb der Tiere dient. Immer mehr Wölfe haben inzwischen auch keine Scheu mehr, sich Menschen, menschlichen Behausungen oder Stallungen zu nähern. Alles in allem eine hoch brisante Situation zu deren Bewältigung es dringend ein paar konkreter Regelungen bedarf.

Der Bericht des ZDF stellt den Umgang mit den Wölfen auf eine Art dar, bei der der nicht informierte Zuschauer, den Eindruck gewinnt, dass Wölfe Kuschelhunde sind, von denen keinerlei Gefahr ausgeht. (Natürlich wissen wir, dass die Tiere des Herrn Berge sogenannte Wolfshunde sind, es ist aber nicht davon auszugehen, dass der Unterschied jedem Zuschauer klar ist.)

Auf Nachfrage, warum man beim ZDF eine solche Dokumentation für richtig hält, wurde folgende Antwort gegeben: Sie haben Recht: Unser Protagonist Christian Berge ist sicherlich kein unumstrittener Mensch, sondern einer, der in seinem Bestreben sich für den Wolfschutz einzusetzen, auch mal über das Ziel hinausgeschossen ist. Ich bin davon in Kenntnis gesetzt, dass Berge wegen Beleidigungen verurteilt wurde. Jedoch ist das Selbstverständnis unserer Redaktion Kirche und Leben, die die 37° Sendungen verantwortet, dass wir auch auf Menschen zugehen, die nicht immer mit Norm und Gesetz in Einklang sind. In ihrer besonderen Lebensweise eröffnen sie uns jedoch Dimensionen und Anschauungen, die man sonst nicht erfahren würde. Der Schwerpunkt unseres Films, das werden Sie sehen, liegt auch nicht im Für und Wider von Wölfen in Deutschland. Sondern es geht darum zu verstehen, wie und warum sich ein Mensch im Laufe seines Lebens so wandelt und seine bisherige, eher konventionelle Lebensweise hinter sich lässt,…..“

Wir nehmen nicht zur Person Christian Berge in dieser Sache Stellung nehmen. Allerdings halten wir es in diesem Fall für sehr bedenklich, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender eine solche Dokumentation nur im Hinblick auf die Lebensentwicklung des Herrn Berge ausrichtet und dabei völlig, die mit diesen neuen Lebenszielen zusammenhängende Problematik in Bezug auf Gefährlichkeit und Existenzbedrohung für andere aus den Augen lässt und, im Gegenteil, den Wolf als Kuscheltier darstellt. Hier hätten wir von einem Sender, wie dem ZDF etwas mehr Verantwortungsbewusstsein erwartet.

Gezeichnet

Pferdeland Niedersachsen GmbH, Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement im Landvolk Niedersachsen, Weidetierhalter Deutschland, Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)

Hier der Link zur Doku des ZDF "Der mit dem Wolf lebt"

 https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-der-mit-dem-wolf-lebt-100.html

 

Aktuelle Coronaverordnung Niedersachsen - wirksam ab 16.12.2020

Am 16.12.2020 tritt die nächste Fassung der Niedersächsischen Coronaverordnung in Kraft und wird ersteinmal bis 10.01.2021 wirksam bleiben. Die ab dem 16.12.2020 gültige Fassung beinhaltet im Vergleich zur Fassung vom 12.12.2020 keine einschneidenden Änderungen in Bezug auf den Status des Amateursportbetriebses. Siehe Vergleichsfassung. 

Deshalb bitten wir darum, sich entsprechend der Niedersächsischen Coronaverordnung und dem ausgegebenen Leitfaden zur Sicherstellung der Versorgung von Pferden und Eckpunkte zum Schutz vor Coronainfektionen zu verhalten. 

Coronaverordnung Niedersachsen Stand 15.12.2020 (Vergleichsfassung)

Leitfaden zur Sicherstellung der Versorgung von Pferden

Handlungsempfehlungen für Vereine und Betriebe Dezember 2020

Neue Corona-Verordnung vom 12.12.2020

Die Pferdeland Niedersachsen GmbH hat sich mit den zuständigen Ministerien über die Maßnahmen ausgetauscht. In der Verordnung vom 12.12.2020 sind für die Pferdehalter der § 10 im zweiten Teil der Verordnung , Betriebsverbote sowie Betriebs- und Dienstleistungsbeschränkungen, Abs 7, sowie §16 Spitzen- und Profisport relevant. Wir erwarten demnächst eine wiederum aktualisierte Corona-Verordnung mit den Beschlüssen vom Wochenende. 

Grundsätzlich sollten sich Pferdehalter und Pferdesportler wieder an die gleichen Richtlinien aus dem April 2020 halten. Hier wurde in einem Empfehlungsleitfaden der Umgang mit Pferden unter Pandemie-Bedingungen festgelegt. Dieser Leitfaden war zusammen mit den Ministerien festgelegt worden und konnte deshalb als belastbare Grundlage angesehen werden. Wir möchten deshalb alle Pferdehalter und Pferdesportler bitten, sich nun weiterhin im Sinne dieses Leitfadens zu verhalten. Wir konnten im Verlauf diesen Jahres der Politik unter Beweis stellen, dass Pferdehalter und Pferdesportler verantwortungsvoll mit der Lage umgegangen sind. Nun ist die Lage leider noch ernster als im Frühjahr und wir sind alle gefordert noch einmal Anstrengungen zu unternehmen, um die Pandemie einzudämmen. 

Hier finden Sie die Niedersächsische Corona-Verordnung vom 12.12.2020.

Hier finden Sie den Corona-Leitfaden zum Umgang mit dem Pferd (ML Niedersachsen)

 

 

Neue Ipsos-Studie: Der Reitverein

Mehr als zwei Drittel der Reiter sind mit ihrem Verein zufrieden

10.12.2020 

Warendorf (fn-press). Die gute Nachricht zuerst: Fast 70 Prozent aller regelmäßig aktiven, im Verein organisierten Reiter* sind mit ihrem Verein zufrieden. Das hat die jüngste Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ergeben.

Die Zufriedenheit mit dem Reitverein ist groß. Dabei sind Männer (75 %) etwas zufriedener als Frauen (67 %), die Jüngeren, 14- bis 19-Jährigen, etwas mehr als die Älteren. Zufrieden sind auch die Reiter mit freizeitsportlicher Orientierung (73 %), während die Turnierreiter als einzige Teilgruppe als nicht ausreichend zufrieden angesehen werden können (55 %). Echte Verbesserungswünsche haben jedoch die wenigsten und wenn, dann betreffen sie neben den Kosten vor allem die Reitmöglichkeiten bezüglich Außenplatz und Halle (jeweils 4 %). „Der Verein lebt, auch wenn er schon oft totgesagt wurde“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Als erstrangige Aufgabe des Vereins wird die Nachwuchsförderung gesehen, darüber hinaus spielt für die meisten das gesellige Miteinander eine Rolle. Der Aussage „Ich nehme gerne an Veranstaltungen teil, welche der Verein organisiert“, stimmen 63 Prozent der Reiter zu. Treiber für die Zufriedenheit mit dem Verein ist neben Geselligkeit, Nachwuchsförderung und Veranstaltungen auch die Interessenvertretung. „Natürlich lassen diese Themen viel Interpretationsspielraum. Nachwuchsförderung kann beispielsweise bedeuten, Kinder an die Hand zu nehmen, ihnen Verantwortung und eine gute sportliche Ausbildung vermitteln, es kann auch aber erwachsene Einsteiger betreffen oder die Talentförderung auf allen Ebenen des Sports. Wichtig ist, dass sich jeder Verein ein konkretes Thema als Alleinstellungsmerkmal suchen kann“, so Lauterbach.

Zur Nachwuchsförderung im Pferdesport benötigt man in der Regel immer einen Reitlehrer und ein Pferd – und das muss – speziell bei Reitanfängern – nicht unbedingt das eigene sein. Laut Ipsos haben 93 Prozent der organisierten und 86 Prozent der nicht-organisierten Reitsporterfahrungen mit Schulpferden gemacht oder machen sie aktuell. Dabei vergeben sie deutlich bessere Noten an die Schulpferde als noch vor 20 Jahren. Fast 70 Prozent der organisierten und etwas mehr als 60 Prozent der nicht-organisierten Reiter geben an, zufrieden mit den vierbeinigen Lehrmeistern zu sein. „Unser Kompliment geht an diejenigen, die eine Reitschule betreiben. Die Qualität ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, wie wir anhand der deutlich gestiegenen Zufriedenheit mit den Schulpferden feststellen. In der Quantität, also der Zahl an Schulpferden, ist allerdings noch Luft nach oben, wie wir aus anderen Studien wissen“, sagt Lauterbach.

Am häufigsten werden für den Reitunterricht übrigens bis heute vereins- oder betriebsinterne Reitlehrer genutzt: bei den organisierten Reitern in 64 Prozent der Fälle, bei den Nicht-Organisierten in 53 Prozent. Lediglich ein Viertel der organisierten Reiter und ein Drittel der nicht-organisierten Reiter trainiert bei externen Ausbildern. „Nachwuchsförderung hat aus unserer Sicht immer auch etwas mit einem guten Ausbildungsangebot zu tun. Wer sich hier engagiert, darf sicher auch in Zukunft auf zufriedene Mitglieder hoffen“, so Lauterbach.

Oder auf neue Mitglieder. Denn fragt man die von Ipsos ermittelten rund 211.000 potenziellen Reiter in Deutschland – also diejenigen, die noch nie geritten sind, aber großes Interesse daran haben – nach ihren Gründen dafür, nennen die meisten den Kontakt zum Pferd (77 %) und die Verbundenheit mit der Natur (75 %). 68 Prozent geben aber auch an, Reitunterricht nehmen zu wollen, wenn sie mit den Reiten anfangen. Und auch bei den nicht-organisierten Reitern hat im Vergleich zu 2001 der Unterricht an Bedeutung gewonnen. Damals hielten diesen noch 55 Prozent, in der neuen Studie bereits 62 Prozent für wichtig. Bei den organisierten Reiter sind es sogar 77 Prozent.

Zur IPSOS-Studie 2019
Die Marktforschung erfolgte mit Hilfe verschiedener Methoden – Onlinebefragung und persönliche Interviews. Dabei wurden Größe und Struktur der verschiedenen Pferdesportlergruppen innerhalb Deutschlands ermittelt, aber auch die besonderen Merkmale von Pferdesportlern sowie die Häufigkeit, mit der Pferdesport betrieben wird. Ferner ging es um die Zahl der Pferde in Deutschland und deren Haltung und Ausbildung sowie das Verhältnis der Pferdesportler zu Vereinen und Verbänden, insbesondere zur Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) selbst. Hb

Alle Ergebnisse sind nachzulesen unter www.pferd-aktuell.de/deutsche-reiterliche-vereinigung/zahlen--fakten

*Der Begriff Reiter umfasst immer auch Fahrer, Voltigierer und alle Personen, die sich in irgendeiner Weise aktiv mit dem Pferd beschäftigen, z.B. in Form von Bodenarbeit.

Autor: Uta Helkenberg

Pferdeland Niedersachsen GmbH

Gesellschafter

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