Ergebnis Umfrage Wolf - Mehrheit ist für Bestandsregulierung

19.08.2021

Am 5. Juli wurde an den niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, eine Umfrage zum Wolf in Niedersachsen übergeben. Die Initiatoren der Umfrage waren die Pferdeland Niedersachsen GmbH, zusammen mit der FN, dem Landvolk Niedersachsen, den Weidetierhaltern Deutschland, der Arbeitsgemeinschaft Tierproduzenten ANT und dem Zentralverband der Eigenjagdgenossenschaften 

Nun fand dazu am 17. August mit allen Beteiligten ein Treffen mit Minister Lies statt, in dem es um die Wertung der Ergebnisse aus der Umfrage ging. Die ausgewertete Umfrage und die Pressemitteilungen und das Interview mit der NW-Zeitung kann auf der Internetseite der Pferdeland Niedersachsen GmbH eingesehen werde).

Die Umfrage, die repräsentativ durch alle Bevölkerungsschichten und Orte in Niedersachsen durchgeführt wurde, ergab u. a., dass die Mehrheit der Befragten die Wiederkehr des Wolfes in Niedersachsen begrüßt. Trotzdem sehen fast 70% eine Bestandsregulierung als notwendig an.

Alle Initiatoren der Umfrage sind Mitglied im Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement im Landvolk Niedersachsen. Als Forderung nach Auswertung der Umfrage wird von dort ganz klar die Festlegung einer Obergrenze der Wolfspopulation in Niedersachsen an die Politik gegeben.

Download Umfrage

Interview NW-Zeitung

Pressemitteilung Landvolk Niedersachsen 

Aktueller Stand zu wolfsabweisender Zäunung von Weidetieren

18.08.2021

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat am 16.08.2021 auf ihren Seiten den aktuellen Stand zu wolfsabweisender Zäunung von Weidetieren vorgestellt. Hier wird sehr detailliert auf die unterschiedliche Zäunung von verschiedenen Weidetierartein eingegangen. Ebenso auf dei Elektrifizierung der Zäune. Erstmals wird hier auch ein Resümee darüber gezogen, wo die wolfsabweisende Zäunung an ihre Grenzen stößt.

Verlinkung zur Seite der Landwirtschaftskammer

FN-Stellungnahme zu den Vorkommnissen im Modernen Fünfkamp

09.08.2021 | 10:30 Uhr | fn-press

Tokio /JPN (fn-press). Bei den Olympischen Spielen ist der Moderne Fünfkampf in die Kritik geraten. Anlass waren Szenen während der fünften Teilprüfung „Reiten“, in der die Teilnehmer auf zugelosten Pferden ein Springen absolvieren müssen. Für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat FN-Sportchef Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR), bereits am 6. August in Tokio dazu wie folgt Stellung genommen:

„Als Fachverband für den Pferdesport sehen wir die Reiterei im Modernen Fünfkampf kritisch. Unser Verständnis der Reiterei liegt in der Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd und nicht darin, das Pferd als Sportgerät zu betrachten. Die Bilder, die wir gesehen haben, haben eine klare Überforderung von mehreren Reiterinnen und Pferden gezeigt. Aus unserer Sicht muss das Regelwerk dieser Sportart so gestaltet sein und angewendet werden, dass Reiter und Pferd geschützt werden. Hier besteht beim Modernen Fünfkampf offensichtlich dringender Handlungsbedarf. Die Zuständigkeit für das Regelwerk liegt beim Weltverband für Modernen Fünfkampf. Die FN ist hier ebenso wie der Welteiterverband (FEI) in keiner Weise beteiligt.“

Flutkatastrophe: Bisher über 150.000 Euro gespendet

Betroffene Pferdeleute können ab sofort Hilfen erhalten

Warendorf (fn-press). 151.524,47 Euro sind bis heute Mittag auf das Spendenkonto für die von der Flutkatastrophe betroffenen Pferdeleute eingegangen. „Eine großartige Spendenbereitschaft. Wir danken allen, die sich bisher an der Spendenaktion beteiligt haben und denen, die sich noch beteiligen werden“, sagt Hans-Joachim Erbel, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Ab sofort können von der Flutkatastrophe betroffene Pferdehalter und Pferdebesitzer, Pferdesportvereine, Pferde- und Zuchtbetriebe Gelder vom FN-Spendenkonto erhalten. Das Geld aus dem Spendenkonto wird zum einen als Soforthilfe pro Pferd und zum anderen für den Wiederaufbau von Pferdesportanlagen eingesetzt. Die Soforthilfe pro Pferd dient zur notwendigen tierschutzgemäßen Versorgung und Unterbringung der Pferde nach der Flutkatastrophe. Im Bedarfsfall können Spendengelder als Finanzmittel für den Wiederaufbau von Pferdesportanlagen zur Verfügung gestellt werden. Je nach Hilfswunsch füllen Betroffene einfach das einseitige Kurzformular "Soforthilfe" oder "Wiederaufbau" aus und schicken es per E-Mail an die FN. Ausführliche Infos zur Spendenaktion unter www.pferd-aktuell.de/fluthilfe.

Die Landespferdesport- und Zuchtverbände in den betroffenen Gebieten sind dabei, sich einen Überblick über das Ausmaß der Schäden zu verschaffen. Aktuell liegen noch keine Daten vor. Bekannt ist allerdings, dass hunderte von Pferden aus den Überschwemmungsgebieten evakuiert worden sind. Zudem gibt es dramatische Bilder von zerstörten Pferdesportanlagen. Der Wiederaufbau im Pferdebereich wird Millionenbeträge erfordern.

Spendenkonto der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)
Verwendungszweck: Flutkatastrophe Juli 2021
IBAN: DE23 4126 2501 0006 2228 03
BIC: GENODEM1AHL
Volksbank eG

Der Kontoauszug gilt als Spendenbeleg.

Steigende Pachtpreise und die Bedeutung von Unternehmensgruppen in Niedersachsen - Endgültige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020

LANDESAMT FÜR STATISTIK NIEDERSACHSEN, PRESSEMITTEILUNG NR. 077 VOM 20.07.2021

HANNOVER. Im Jahr 2020 bewirtschafteten in Niedersachsen 35.348 Betriebe rund 2,6 Mio. Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF), wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen anhand der endgültigen Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilt. Davon waren rund 1,5 Mio. Hektar der Fläche gepachtet, also mehr als die Hälfte der gesamten LF (56,7%).

Die LF unterteilte sich weiter in rund 1,1 Mio. Hektar selbstbewirtschaftete Eigenflächen (41,4%) und 47.641 Hektar unentgeltlich zur Verfügung gestellter Fläche (1,9%). Seit 2010 nahm der Anteil der Pachtfläche in Niedersachsen zu und der Anteil der Eigenfläche ab. Der Pachtflächenanteil lag 2010 noch bei 51,5%. Im Jahr 2016 waren es 52,8% und 2020 lag der Anteil bereits bei 56,7%.

Im Jahr 2020 betrug das jährliche Pachtentgelt je Hektar LF in Niedersachsen durchschnittlich 514 Euro. Das entspricht einem Anstieg gegenüber 2010 (307 Euro) um 67,4%. Je Hektar Ackerland mussten 2020 durchschnittlich 595 Euro gezahlt werden (2010: 351 Euro, +69,5%) und für Dauergrünland durchschnittlich 296 Euro (2010: 189 Euro, +56,6%). Für sonstige Flächen, hierzu zählen beispielsweise Flächen von Baumschulen, Obstanbau- oder Gemüseanbaubetrieben, musste im Jahr 2020 mit 592 Euro pro Hektar ein ähnlich hoher Betrag wie für Ackerland entrichtet werden.

Insbesondere Betriebe mit weniger als 5 Hektar selbstbewirtschafteter LF zahlten mit 894 Euro pro Hektar sonstiger Fläche einen überdurchschnittlich hohen Preis. In dieser Gruppe befinden sich überwiegend Gartenbau- und Obstbaubetriebe.

Ein wichtiges Kriterium für den Pachtpreis stellen unter anderem die Bodenqualität bzw. die Bodenpunkte dar. Den höchsten Pachtpreis zahlte man im Jahr 2020 in der Region Weser-Ems. Hier lag der durchschnittliche Pachtpreis bei 672 Euro pro Hektar. Die niedrigsten durchschnittlichen Pachtpreise musste man in der Region Braunschweig (375 Euro je Hektar) und Lüneburg (394 Euro je Hektar) entrichten. Hier befinden sich viele Flächen mit leichten, sandigen Böden.

Von den rund 16,6 Mio. Hektar landwirtschaftlicher Flächen in Deutschland wurden im Jahr 2020 rund 3,63 Mio. Hektar von Betrieben der Rechtsform juristische Person oder Personenhandelsgesellschaft bewirtschaftet. Darunter auch 1,84 Mio. Hektar, bei denen die Betriebe Teil einer Unternehmensgruppe waren. Diese Fläche entsprach mehr als 11% der gesamtdeutschen LF.

In Niedersachsen waren 1,5% (518 Betriebe) aller Betriebe Teil einer Unternehmensgruppe. Diese Betriebe bewirtschafteten 43.270 Hektar (1,7%) der gesamten niedersächsischen LF und spielen damit bisher eine untergeordnete Rolle. Hierbei ist zu beachten, dass der Sitz dieser Unternehmensgruppen nicht in Niedersachsen liegen muss. In Niedersachsen selbst hatten rund 182 Unternehmensgruppen ihren Sitz, deren landwirtschaftliche Betriebe gut 72.724 Hektar in und außerhalb von Niedersachsen bewirtschafteten.

Weiterführende Informationen zu den Themen Pachten und Unternehmensverflechtungen finden Sie in Form einer StoryMap im gemeinsamen Statistikportal des Bundes und der Länder. Ergebnisse für Niedersachsen sind auf der Homepage des LSN abrufbar.

Insgesamt werden zehn interaktive StoryMaps zu den Themen Ackerbau, Viehbestand, Ökolandbau, Pachten, Arbeitskräfte und Beruf, Betriebsformen und Hofnachfolge, Weinbau, Dünger, Boden und Bewässerung sowie Viehhaltung veröffentlicht.


Methodische Hinweise:
Die LZ 2020 erfolgte zum Stichtag 1. März 2020. Bedingt durch diesen frühen Termin können Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Landwirtschaft anhand der Ergebnisse nicht dargestellt werden.

Betriebe von Unternehmensgruppen sind landwirtschaftliche Betriebe der Rechtsform juristische Person oder Personenhandelsgesellschaft, die Teil einer Unternehmensgruppe sind.

Bei „Unternehmensgruppen mit Sitz in…“ handelt es sich um Unternehmensgruppen mit landwirtschaftlichen Betrieben (juristischen Personen oder Personenhandelsgesellschaften), deren Standort in ganz Deutschland sein kann.

Pferdeland Niedersachsen GmbH

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