Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen konstituiert sich neu

LANDWIRTSCHAFTSMINISTERIN BARBARA OTTE-KINAST BERUFT NEUE MITGLIEDER – „WICHTIGES GREMIUM, UM TIERSCHUTZ VORANZUBRINGEN“

11.10.2021 Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Hannover. Eine neue Berufungsperiode im Zeichen des Tierschutzes hat begonnen: In seiner neuen Zusammensetzung kam der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen erstmals am heutigen Montag (11.10.) zusammen. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast benannte 16 Fachleute und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter für die kommenden drei Jahre zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Gremiums.

„Der Beirat lebt durch Menschen wie Sie, die sich ehrenamtlich in diesem wichtigen Gremium engagieren, um den Tierschutz voranzubringen. Diese breitgefächerte Kompetenz ist ein echter Mehrwert für Niedersachsen“, so die Ministerin bei der Berufung.

Als ein unabhängiges Gremium beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) besteht der Tierschutzbeirat seit nunmehr 30 Jahren. Seine Aufgabe ist es, die niedersächsische Landesregierung in Fragen des Tierschutzes zu beraten und die Arbeit auf dem Gebiet des Tierschutzes in Niedersachsen durch eigene Anregungen zu fördern und zu unterstützen. In bereits mehr als 100 Sitzungen hat sich das Gremium mit zahlreichen tierschutzrelevanten Sachverhalten wie beispielsweise Tiertransporte ins Ausland, Brandschutz in Ställen, Exotenhaltung und Internethandel mit Tieren befasst.

Unter dem neu gewählten Vorsitz von Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Niedersachsen e.V., wird sich der Tierschutzbeirat weiterhin mit wichtigen Aspekten und Fragestellungen im Bereich Tierschutz beschäftigen und Beschlüsse fassen, die auch den Fraktionen des Niedersächsischen Landtags zugeleitet und damit in die Beratungen des Parlaments einfließen werden.

Hintergrund:

Der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen berät seit 1991 die Landesregierung in Fragen des Tierschutzes. Das Gremium besteht aus 16 ehrenamtlichen Mitgliedern unterschiedlicher Verbände und Institutionen. Gemeinsam erarbeiten sie Lösungsvorschläge für aktuelle und künftige tierschutzrelevante Sachverhalte. Neben Tierschutzverbänden, so dem Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V. und dem Deutschen Tierschutzbund Landesverband Niedersachsen e.V., sind die Evangelische und die Katholische Kirche, die
Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., das Niedersächsische Landvolk e.V., die Landessportfischerverbände, die Tierärztekammer Niedersachsen, der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V., der Niedersächsische Städte- und Landkreistag sowie eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler im Beirat vertreten.

Alle drei Jahre werden die Mitglieder und ihre Vertreterinnen und Vertreter neu benannt. Die Geschäftsführung des Beirats nimmt das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium wahr.

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/tierschutzbeirat-des-landes-niedersachsen-konstituiert-sich-neu-204939.html

Angebliche Wolfssichtung Hermann-Löns-Park in Hannover

Umweltministerium installiert vorsorglich Wildtierkameras

PI 131/2021 - Pressemitteilung des Niedersäschsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
 

Am 27. September wurden dem Niedersächsischen Umweltministerium zwei Sichtungen von Wildtieren vom 25. und 26. September im Hermann-Löns-Park in Hannover gemeldet. In beiden Fällen haben die meldenden Personen die Sichtung eines Wolfs angegeben.

Vom Niedersächsischen Umweltministerium werden die Sichtungen für grundsätzlich glaubhaft eingestuft. Ob es sich bei den Meldungen aber tatsächlich um einen oder mehrere Wölfe gehandelt hat, ist fraglich. Für Laien ist die Unterscheidung zwischen einem Wolf und phänotypisch sehr ähnlichen Tieren, wie etwa Hunden, äußerst schwierig.

Auf Grund der sehr urbanen und damit durchaus sensiblen Lage des Hermann-Löns-Parks in Hannover wurden durch das Wolfsbüro des NLWKN fünf Wildtierkameras, auch am nahegelegenen Tiergarten, installiert. Außerdem wird zeitnah ein Spürhund zum Einsatz kommen, der auf das Aufspüren von Wolfslosung spezialisiert ist.

Umweltminister Olaf Lies dazu: „Wir informieren hier über das Vorgehen auch deshalb proaktiv und in größter Sachlichkeit, damit hier keine Vermutungen oder falsche Behauptungen in die Welt gelangen.“

Sobald erste Erkenntnisse vorliegen, ob es sich bei den Sichtungen tatsächlich um Wölfe handelt oder ob es sich hier vermutlich eher um andere Tiere handelt, wird das Niedersächsische Umweltministerium darüber informieren.

(Ende der Pressemitteilung)

Weitere Berichte zu dieser Information finden Sie hier:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wolf-im-Osten-Hannovers-Wildtierkameras-in-Einsatz,aktuellhannover9520.html

https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Wolf-in-Hannover-Kleefeld-Mehrere-Personen-melden-Sichtung-im-Hermann-Loens-Park

 

Fachliche Führung auf der Musterzaunanlage in Echem

06.10.2021

Die LWK Niedersachsen hat im Frühjahr 2021 eine Musterzaunanlage mit wolfsabweisender Zäunung auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) in Echem installiert. Gezeigt werden dort mobile sowie feste Zäunungsmöglichkeiten für Schafe und Ziegen, Rinder, Pferde und Gehegewild in 8 aufgebauten Musterreihen. Auf dem Gelände können Interessierte Fragen zur wolfsabweisenden Zäunung stellen und sich mit dem aktuellen Stand an Zäunungsmaterialien auseinandersetzen. 

Das LBZ bietet immer am 1. Dienstag im Monat eine kostenfreie Führung an. Die Führungen finden vormittags oder nachmittags statt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Alle Infomationen und das Anmeldeformular findet man unter 

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/tier/nav/2545/article/38285.html

FN Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl

16.09.2021

FN-Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl Positionen der Parteien zum Pferdesport Warendorf/Berlin (fn-press).

Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat die Parteien zu Positionen befragt, die Reiter, Fahrer, Voltigierer, Pferdebesitzer und Züchter betreffen. Erfragt wurden die Positionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, die Linke und AFD. Diese Woche erhielt die FN von den Parteien Antworten. Diese hat die FN in der Übersicht „Wahlprüfsteine der FN“ nebeneinander gestellt. Die Antworten stammen ausschließlich von den Parteien selbst. Folgende Fragen hat die FN den Parteien gestellt:

1. Frage zum Tierschutz Pferde sind für uns Sport- und Freizeitpartner. Ebenso landwirtschaftliche Nutztiere im Sinne des Tierschutzgesetz (TierSchG) mit Privilegien für die Landwirtschaft. Plant Ihre Partei Einschränkungen bei der Nutzung von Pferden in Sport und Freizeit? Hält Ihre Partei an den Privilegien für Landwirt*innen mit Pferden fest?

2. Frage zum Turniersport / Breitensport Wie steht Ihre Partei zur Förderung des ehrenamtlich geführten Breiten-, Vereins- und Turniersports? Wie wollen Sie die Gemeinnützigkeit der breitensportlichen, kostengünstigeren (Pferde-)Sportvereine sichern/erhalten, die auch der psychosozialen/therapeutischen Gesundheitsförderung dienen?

3. Frage zu Energie und Klimaschutz Pferdemist ist ein erneuerbarer Energieträger und kann laut EU-Vorgabe hocheffizient, fast rückstandslos verbrannt werden. Die deutsche Gesetzgebung klassifiziert diesen als Abfall. Welche Unterstützung erfahren wir bei der Verbrennungslösung als unseren Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien?

4. Frage zur Umwelt und Landnutzung Setzt sich Ihre Partei für bundeseinheitliche und liberale Betretensrechte in Feld und Wald für Pferdesportler*innen in Freizeit und Sport in der Natur ein?

5. Frage zur Umwelt und Biodiversität Durch exzessiven Flächenverbrauch (täglich ca. 70 ha) mit entsprechenden Ausgleichsflächen für Natur- und Umweltschutzmaßnahmen steht den Pferdehalter*innen / Züchter*innen immer weniger Grünfläche zur Verfügung. Wie steht Ihre Partei zum Erhalt und Ausbau des Dauergrünlandes durch Pferdehaltung?

6. Frage zur Zucht und Landwirtschaft Wir fordern einen definierten und festgeschriebenen Akzeptanzbestand für Wölfe mit unbürokratischen Entnahmemöglichkeiten zum Schutz der Weidetiere in der Offenstallhaltung gemäß den Leitlinien für Pferdehaltung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Wie steht Ihre Partei zum Thema Wolfsmanagement und die Regulierung der Population?

7. Frage zur gesellschaftlichen Bedeutung des Pferdes Welchen Stellenwert hat das Pferd in Sport, Zucht und Haltung für Ihre Partei in der Gesellschaft? Dies vor allem in Bezug auf die Vereinsarbeit der Zukunft, insbesondere durch Engagement junger Menschen? Und welche Ansätze verfolgen Sie, um das freiwillige Engagement im organisierten Sport gezielt zu fördern?

8. Frage zur Wirtschaftlichen Bedeutung des Pferdes Der gesellschaftliche „Wert Pferd“ ist auch ein wirtschaftlicher Faktor (Branchenumsatz 7 Milliarden Euro pro Jahr). Wie schätzt Ihre Partei das Pferd als Wirtschaftsfaktor ein? Was würde Ihre Partei dazu beitragen, dass diese Branche wachsen kann? Und welche Unterstützung erfahren wir dabei von Ihrer Partei?

Hier können Sie die Übersicht zu den Antworten einsehen

Videokampagne "Wolf bleibt Wolf"

15.09.2021

Die Initiative "Wolf bleibt Wolf" sagt über Ihre Arbeit: "Die Initiative „WOLF BLEIBT WOLF – Verantwortung für Mensch, Tier und Natur!“ wurde von den Verbänden des Aktionsbündnisses Forum Natur ergriffen, um aktiv über den Wolf (Canis lupus L.) in Deutschland aufzuklären. Ziel ist ein praxisorientiertes Wolfsmanagement zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Dabei soll ein konfliktfreies Zusammenleben der ländlichen Bevölkerung und dem Wolf sichergestellt werden. Der Wolf gehört heute zu den Arten mit dem weltweit größten Verbreitungsgebiet. Mittlerweile hat sich in Deutschland ein Wolfsbestand etabliert, der nach seiner Individuenzahl als gesichert gilt und weit über dem liegt, was in anderen europäischen Ländern als Gesamtbestand zugelassen ist. Die permanent steigenden Zahlen von Wolfsrissen bedrohen die wirtschaftliche Existenz von Bauern und Tierhaltern in der Weidewirtschaft und verunsichern die Menschen im ländlichen Raum zunehmend. Deshalb fordern wir als Betroffene von der Politik eine klare Abkehr vom Zuschauen hin zum aktiven Bestandsmanagement, um die Lebensgrundlage von über 20 Millionen Menschen des ländlichen Raums zu schützen.

Heute startet, organisiert durch die Initiative, eine Videokampagne zum Thema: "Forderungen an die Politik zum Umgang mit dem Wolf"! Mit Videobotschaften melden sich Organisationen, Verbände, Vereine und Betroffene zu Wort. Im Vorfeld der Bundestagswahl und bis zum Jahresende sollen immer noch weitere Videos veröffentlicht werden. Auch die Pferdeland Niedersachsen GmbH hat sich mit einem Video beteiligt. 

Hier können die Videos eingesehen werden.

 

Pferdeland Niedersachsen GmbH

Gesellschafter

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